Vom Dozenten empfohlene Begleitliteratur:
Bestimmen Sie die Häufungspunkte von
Wir betrachten zuerst die einzelnen Teilfolgengrenzwerte bzw. bei den Sinusfunktionen ihr periodisches Verhalten:
Seien
, dann gilt:
, dann gilt:
, (
,
)
, (
,
)
die Teilfolgen der Gesamtfolge
.
Also lassen sich Neun verschiedene Häufungspunkte (kurz: HP)
durch Rekombination der Teilfolgen für die Gesamtfolge
konstruieren:
Ab
wiederholt sich die gesamte Liste wieder.
Also haben wir alle Häufungspunkte gefunden.
Die Teilfolgen
,
und
einer komplexen Folge
seien konvergent.
Zeigen Sie, dass auch
konvergiert.
Wir betrachten zuerst die Teilfolgen:
(Folge aller geraden Zahlen
)
(Folge aller ungeraden Zahlen
)
(Folge vielfachen von Fünf)
Offentsichtlich ist
in der Vereinigungsmenge beider Folgen
und
vollständig enthalten. Daher scheidet diese Teilfolge für weitere Betrachtungen aus.
Zudem können wir durch die Vereinigungsmenge aus den beiden Folgen
und
ganz
erzeugen.
Die einzigste Ausnahme bildet das Folgenglied
. Dessen Fehlen zerstört aber die Konvergenz nichts.
Denn die konvergenten Teilfolgen
,
, die unsere Gesamtfolge
aufspannen (bis auf
),
sind alle Teilfolgen von
und sie enhalten jeweils unendlich viele Folgenglieder in einer beliebig kleinen Umgebung von Epsilon.
Also trift hier der Satz zu, eine Folge
ist konvergent, wenn alle ihre Teilfolgen
konvergent sind.
Richtig oder falsch? Ist
konvergent für alle Primzahlen
, dann ist auch
konvergent. Begründen Sie ihre Antwort.
Offentsichtlich können wir mit allen Teilfolgen
ganz
erzeugen (Eindeutigkeit der Primfaktorzerlegung). Die einzigsten Ausnahmen stellen die Teilfolgen
für
und
für
dar. Denn die Primzahlen sind erst ab
definiert. Das stört uns aber nicht weiter, weil wir mit der Gesamtheit aller konvergenten Primzahlteilfolgen die Folgenglieder
erzeugen können. Das Fehlen der beiden Folgenglieder
und
macht die Konvergenz von
nicht kaputt. Also gilt der Satz eine Folge
ist konvergent, wenn alle ihre Teilfolgen
konvergent sind.
Zeigen Sie:
ist monoton fallend und es gilt:
Seien also:
,
Für die fallende Monotonie müssen wir zeigen:
Mit dem Grenzwertsatz aus der Vorlesung für die Zahl
gilt:
In der Vorlesung wurde für zwei Grenzwerte
und
die Rechenregel definiert,
, falls
und
gilt.
Zeigen Sie:
Induktionsbehaupt.:
Induktionsanfang für
:
Sei die Behauptung
,
wahr, dann ist zu zeigen:
Induktionsschluß:
Induktionsbehaupt.:
Induktionsanfang für
:
Sei die Behauptung
,
wahr, dann ist zu zeigen:
Induktionsschluß:
Zeigen Sie:
Wir zeigen die linke Ungleichung und die rechte Ungleichung getrennt per Induktionsbeweis.
Induktionsbehaupt.:
Induktionsanfang für
:
Sei die Behauptung
,
wahr, dann ist zu zeigen:
Induktionsschluß:
Induktionsbehaupt.:
Induktionsanfang für
:
Sei die Behauptung
,
wahr, dann ist zu zeigen:
Induktionsschluß:
Zeigen Sie:
Dazu benutzen wir die c), die wir mit Induktion bewiesen hatten, denn es gilt:
Durch Umformen erhalten wir:
Für
folgt die Behauptung nach dem Sandwich-Lemma.
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Volker Ziesing, Copyright MathLab.de (2005-12-18)