Experimentalphysik 2


Lösungen zum Übungsblatt 1 (27.04.2007)

Vergleich Gravitation und Elektrostatik, 2 geladene Kugeln, kräftefreie Punktladungen, Feld eines langen Drahtes

Lösungen zum Übungsblatt 2 (bald online) (04.05.2007)

Elektrische Potential und elektrische Feldstärke, Wahrscheinlichkeitsverteilung Elektron im H-Atom, Plattenkondensator mit geänderten Abstand, Elektron zwischen gewinkelten Metallplatten

Lösungen zum Übungsblatt 8 (22.06.2007)

Dipolmoment eines Eisenatomsm, diamagnetisch und paramagnetisch, elektrische und magnetische Feldstärke eines Blitzlichts, Abstrahlung elektromagnetischer Wellen

Lösungen zum Übungsblatt 10 (13.07.2007)

Faraday-Effekt, Zoomfunktion des Foto-Objektivs, Lichtbrechung im Regentropfen, Reflexion von linear polarisiertem Licht



→ zurück zum Inhaltsverzeichnis des Fachbereichs Physik

 

Inhaltsübersicht


1. Ladung und elektrisches Feld

1.1 Elektrische Ladung

Reibende Ladung → Elektrostatik

Bewegte Ladung → Elektrodynamik → Stromfluss

Ladungstrennung, Reibungselektrizität

PVC ↔ Fell, dann wird das PVC negativ

Porzellanstab ↔ Leder, Porzellan wird positiv

Spannungsquelle liefert Ladung

Nachweis der Kraft wegen action=reactio

F ~ Q1· Q2

F ~ 1\r2 Abstandsabhängigkeit der Kraft

gleichförmige Bewegung von Ladung → Gleichstrom

oszillierende Bewegung → Wechselstrom

repulsive und attraktive Wechselwirkung zwischen zweier geladener Körper


Coulombsches Gesetz

F = k · Q1· Q2 \ r2 wobei k = [ 4 π εo ] - 1

εo heißt Influenz


Elementarladung nach Milikan: e0 = 1,602 · 10 – 19 C

In einem abgeschlossenen System gilt die Ladungserhaltung, d.h. ∑ Qi = const.

Bsp: Teilchenbeschleuniger, Erzeugung von einem Positron e +

e - → e + + e - + e -


Anwendungen: Bandgenerator (Van-de-Graaff-Generator), Elektrometer


1.2 Elektrisches Feld

elektrischen Feldlinien füllen einen Raum aus und laufen von + nach -

Konvention: E-Feld-Vektor zeigt in die Richtung in der die positve Probeladung q gezogen wird

Feldstärke E = F \ q

Definiton unabhängig von der Probeladung:

|F| = Q1· Q2 \ (4 π εo r2)

F = F · r \ r , wobei r \ r der Einheitsvektor in Richtung r ist

Feldlinienbild zweier gleichnamiger und ungleichnamiger Ladungen

homogenes Feld zwischen zweier großen parallelen Metallplatten (innerhalb des Plattenkondensators), ausserhalb ein inhomogenes Feld


Milikanversuch (Öltropfen)

Variation von E bis sich ein Gleichgewicht einstellt

Bestimmung von m über Stokesche Reibungskraft (vgl. Mechanik, ExPhys 1):

FS = FG → v ist konstant → nach m auflösen

Ladung des Öltropfens ist messbar und wir erhalten nur diskrete Werte

Ladungsquantisierung: q = ± n eo


mehrere diskrete Punktladungen

Superpositionsprinzip durch Vektoraddition (von j = 1 nach N) und Abstandsvektor r0j

E(r0) = 1 \ (4 π εo) · ( Qj \ r0j2 · r0j \ r0j )


(nahezu) kontinuierliche Ladungsverteilung

räumliche Ladungsdichte:

ρ(r) = lim (∆ V → 0) ∆ Q(F) \ ∆ V(F) = dQ \ dV

Beitrag eines (würfelförmigen) Volumenelementes ∆ V1 zu E:

E = 1 \ (4 π εo) · ρ dV1 \ r012 · r01 \ r01

Volumenintegral

E(r0) = 1 \ (4 π εo) · ∫V ( ρ(r1) \ r0j2 · r0j \ r0j ) dV1


falls ρ(r) bekannt ist lässt sich E für jede beliebige Ladungsverteilung für jeden Punkt im Raum bestimmen

1.3 Elektrisches Potential

Epot = - F(r) dr

der negative Wert der Arbeit die notwendig ist um eine Ladung q aus dem Unendlichen bis zum Punkt P0 zu befördern

Upot von q im Abstand r von Q1:

Upot(r0) = - r0 F(r) dr = - 1 \ (4 π εo) · r01 ( q Q1 \ r0j2 ) dr01

Upot(r0) = - 1 \ (4 π εo) · q Q1 \ r01


elektrostatisches Potential

φ(r0) = Upot(r0) \ q

φ(r0) = - r0 E(r) dr = 1 \ (4 π εo) · Q1 \ r01

Beispiele: Potential eines Protons, Äquipotentialfläche für bestimmte φi

potentielle Energie ist unabhängig vom Weg zwischen q und P0 unter Annäherung zur Feldquelle Q1

Spezialfall: Upot = φ = 0 → geschlossener Weg → Kurven-, Linien- oder Wegintegral φ = C E dr =0

das elektrische Feld ist wirbelfrei und somit sind die Äquipotentialflächen senkrecht zu den Feldlinien von E

Potential einer Ladungsverteilung: φ(r0) = 1 \ (4 π εo) · V ρ(r) \ r01

Potentialdifferenzen → elektrische Spannungen U:

U21 = φ(r2) – φ(r1) = - r1r2 E(r) dr

|U21| = | - 0d E(r) dr | = E · d

Am Kondensator liegt die Spannung U21 = E · d an


1.4 Elektrisches Feld als Gradient des Potentials

neu: E(r) aus φ(r0) = - r0 E(x) dr ermitteln

3-dimensional: dφ = ∂φ \ ∂x · dx + ∂φ \ ∂y · dy + ∂φ \ ∂z · dz

dφ = E dr = - (Ex dx + Ey dy + Ez dz)

Ex = - ∂φ \ ∂x, Ey = - ∂φ \ ∂y, Ez = - ∂φ \ ∂z

mit Einheitsvektoren i,j,k: E = - ( i ∂φ \ ∂x · dx + j φ \ ∂y · dy + k ∂φ \ ∂z · dz)

E = - grad φ

E(r) erhalten wir durch einmaliges partielles Ableiten von φ

Exkurs: Vergleich mit der Mechanik

E = -grad Epot

Potential und Feldstärke eines Dipols (-Q, Q)

φ(x,y,z) = 1 \ (4 π εo) · Q d z \ r3 und das Dipolmoment Q · d = p

φ(x,y,z) = 1 \ (4 π εo) · p z \ r3 wobei z = r cos theta

φ(r) = 1 \ (4 π εo) · p cos theta \ r2 = 1 \ (4 π εo) · p r \ r2

Feldlinienbild Dipol

1.5 Gaußscher Satz der Elektrostatik

Fluss eines Vektorfeldes: dφ = rho V dA cos theta

Teilchendichte

Stromdichte

Gaußscher Satz: ∫A E dA = · ∑ Qj

kontinuierliche Ladungsverteilung: ∫A E dA = 1\eps 0 ∫ rho dV

C E dr = 0

2. Anwendungen der Elektrostatik

2.1 Elektrostatisches Feld einer unendlich ausgedehnten, ebenen Ladungsschicht

horizontale Feldlinien kompensieren sich

Flächenladungsdichte Q\A

Volumenelemente: E = 1\2 eps 0 Q\A = 1\2 eps 0 sigma


2.2 Elektrisches Feld eines Plattenkondensators


Plattenkondensators

Kapazität C = Q \ U und [C] = 1 F (Farad)

U =

Anwendungen: Drehkondensator

Das Auseinanderziehen der angeschlossenen Platten lässt die Spannung ansteigen wegen U = E · d

Parallelschaltung von Kondensatoren

Qges = (C1 + C2) · U = Cges · U

Serienschaltung von Kondensatoren

Qges = (U1 + U2) · Cges

1/Cges = 1/C1 + 1/C2

2.3 Unendlich langer, geladener Draht

2.4 Koaxialkabel

2.5 Homogen geladene Kugel

2.6 Leiter im elektrischen Feld

2.7 Faraday’scher Käfig

2.8 Influenz

2.9 Prinzip der Bildladung

2.10 Energie des elektrischen Felds

2.11 Isolatoren im elektrischen Feld

2.12 Elektrostatik im Dielektrikum

3. Der elektrische Strom

3.1 Spannung und Stromstärke

3.2 Elektrischer Widerstand

3.3 Elektrische Stromkreise

3.4 Elektrische Arbeit und Leistung

3.5 Mechanismen der elektrischen Leistung

3.6 Gleichspannungserzeugung

4. Das magnetische Feld

4.1 Magnetische Felder

4.2 Das Ampere’sche Gesetz

4.3 Das Biot-Savart’sche Gesetz

5. Bewegung geladener Teilchen im B-Feld

5.1 Magnetische Kraft auf stromführenden Draht

5.2 Der Hall-Effekt

5.3 Bewegter Leiter im Magnetfeld (Generatorprinzip)

5.4 Kraft auf magnetischen Dipol im B-Feld

5.5 Bahnen freier Ladungen im Magnetfeld

6. Induktionserscheinungen

6.1 Das Faradaysche Induktionsgesetz

6.2 Die Lenzsche Regel

6.3 Beispiele zum Induktionsgesetz

6.4 Die Selbstinduktion

6.5 Die Energie des magnetischen Feldes

7. Wechselstromkreise

7.1 Wechselstromkreise mit komplexen Widerständen

ohmscher Widerstand

u(t) = U0 cos ω

i(t) = I0 cos ω

R = u(t) \ i(t) = U0 \ I0


Induktivität

Uind = - L · dI \ dt

I = ∫ (dI \ dt) · dt = U0 \ L ∫ cos ω dt

i(t) = U0 \ ωL sin ωt = I0 sin ωt

|RL| = U0 \ I0 = ω L

Strom hinkt der Spannung um 90° hinterher

Induktiver Widerstand

komplexen Widerstand einführen

ZL= iωL

die Impedanz ist der Betrag des komplexen Widerstands

|ZL| := |RL| = ωL

Scheinwiderstand ist der Betrag des Wirk- und Blindwiderstands


Kapazität

Strom läuft Spannung um 90° voraus

I = -ω U0 C sin(ωt)

I'(t) = ω U0 C cos(ωt+90°)

kapazitiver Widerstand:

|RC| = U0 \ Io = 1 \ ωc

ZC = -i - 1 \ ωc = 1 \ iωc


Maschenregel

Ui = 0 → U = I · R + L dI \ dt + Q\C

anschließend nach der Zeit differenzieren und den komplexen Lösungsansätzen:

U = U0 e i ω t und I = I0 e i ( ω t – φ)

iωU = (-Lω2 + iωR + 1 \ C) · I

Z = U \ I = R + i (ωL + 1 \ ωc)

|Z| = [ R2 + (ωL + 1 \ ωc)2 ]1/2

Sei φ die Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom

Tiefpassfilter (hier passiver RC-Filter 1. Ordnung))

hochohmiger Verbraucher, hohe Frequenzen werden durch den Filter abgeschwächt

Integrierglied Ue – Ua

Spezialfälle:

  1. ω → 0 : |Ua| \ |Ue| → 1

  2. ω → ∞ : |Ua| \ |Ue| → 0

Hochpassfilter

|Ua| = ωRC \ [ 1+ (ωRC)2 ]1/2 · |Ue|

Spezialfälle:

  1. ω → 0 : |Ua| \ |Ue| → 0

  2. ω → ∞ : |Ua| \ |Ue| → 1

nur bestimmte Frequenzbänder werden weitergeleitet

7.2 Transformatoren

Transport elektrischer Energie nur mit sehr hohen Spannungen effektiv.

Leistungsverlust in den Leitungen: ∆P = I2 R mit R = P · l \ A

relativer Leistungsverlust ∆P \ P = R · P \ U2 also proportional zu 1 \ U2

Spannungsabfall ∆U = I · R mit I = P \ U

Faraday'sches Induktionsprinzip



Bsp: Transformator mit zwei Spulen der Windungen N1 und N2

1. Fall: unbelasteter Transformator (also I2 = 0)

U1 = U0 · const → I1 in Spule 2 → Uind = - L1 · dI1 \ dt = - N1 · Φ1'

Maschenregel → U1 + Uind = 0

U2 = - N2 · Φ1' = N2 · Uind \ N1 = - N2 · U1 \ N1

U2 \ U1 = - N2 \ N1

2. Fall: belasteter Transformator (also I2 = 0)

Sekundärseite enthält elektrischen Verbraucher

I1 \ I2 = U2 \ U1 = - N2 \ N1

Hochspannungstrafo

N2 \ N1 >> 1

Kleinpannungstrafo

N2 \ N1 << 1

7.3 Der elektrische Schwingkreis

Schalter S, Kapazität C, Induktivität L und ohmscher Widerstand R

S schließen → I steigt wegen Uind mit einer gewissen Verzögerung an

C völlig entladen → I fällt wegen Uind langsam ab

C entgegengesetzt aufladen → „mechanische Schwingung“ wegen Trägheitselement Spule

formal über Maschenregel und komplexwertigen Lösungsansatz I(t) = A eλt

I = A1 e- (α - β ) t + A2 e- (α + β ) t (Linearkombination aus beiden Lösungen)

Kriechfall

R2 \ 4 L2 > 1 \ LC → β reell → λ y2 reell ~ eλt → keine Schwingung

Spezialfall:

I0 ' = 0 → kein 0-Durchgang des elektrischen Stroms

aperiodischer Grenzfall

gedämpfte Schwingung

erzwungene Schwingungen

Resonanzfrequenz ω0 = 1 · (LC) - 1\2

gekoppelte Schwingungen

8. Materie im Magnetfeld

8.1 Magnetische Dipole


bisher: Dipolmoment M = m × B und Energie Wpot = - m × B

magnetisches Dipolmoment m = I · A

atomare magnetische Momente

I = q · υ = q · v \ 2 π R

m = q υ A = 1\2 q R2

Drehimpuls

L = me ( R × V ) = mw R2 ω

m = q \ 2 me · L

8.2 Magnetisierung und magnetische Suszeptibilität

9. Maxwell Gleichungen

10. Offene Schwingkreise, Hertzscher Dipol

10.1 Abstrahlung eines schwingenden Dipols

11. Elektromagnetische Wellen imVakuum

11.1 Die Wellengleichung

11.2 Periodische Wellen

11.3 Polarisation von elektromagnetischen (e.m.) Wellen

11.4 Magnetfeld e.m. Wellen

11.5 Stehende e.m. Wellen

11.6 Hohlraumresonator (3-dim. stehende Wellen)

11.7 Wellenleiter

11.8 Das e.m. Frequenzspektrum

12. Elektromagnetische Wellen in Materie

12.1 Optischer Brechungsindex


Lichtgeschwindigkeit in Materie ≤ Lichtgeschwindigkeit im Vakuum


Begründung: Phasenverzögerung zwischen erzwungener Schwingung und der Anfangsschwingung.



12.2 Wellengleichung für e.m. Wellen in Materie

Mawellgleichungen müssen für Wellen in Materie modifziert werden


dielektrische Verschiebung


Dispersion

Dämpfung

Absorptionskoeffizient


12.3 Wellen in nichtleitenden, ungeladenen Medien

nicht ferromagnetische Materialen: μ ≈ 1

Welle in Medien besteht aus Überlagerung von anregenden Primärwelle und dem Anteil der aus dem induzierten Dipol hervorgeht.


Beer'sches Gesetz beschreibt den Zusammenhang der Intensitätsschwächung mit der Konzentration der absorbierenden Substanz


12.4 Mikroskopisches Modell des Brechungsindex


erzwungene Schwingung des Elektrons

Polarisation

dielektrische Suszeptibilität

Plasmafrequenz

periodische Oszillation der Ladungsdichte in einem elektrisch leitenden Medium


12.5 Wellen an Grenzflächen zwischen zwei Medien


Tangentialkomponente des elektrischen Feldes ist beim Übergang zwischen zweier Medien stetig


12.6 Reflektions- und Brechungsgesetz

12.7 Fresnelsche Formeln

12.8 Doppelbrechung

12.9 Optische Aktivität

12.10 Faraday Effekt

12.11 Kerr Effekt

13. Optik

13.1 Grundlagen der Geometrischen Optik

13.2 Optische Abbildungen (sphärische Spiegel, dünne Linsen, Linsenfehler)

13.3 Optische Instrumente

14. Interferenz und Beugung

14.1 Zeitliche und räumliche Interferenz

14.2 Erzeugung von kohärentem Licht

14.3 Youngscher Doppelspaltversuch

14.4 Interferenzen an dünnen Schichten

15. Beugung

15.1 Beugung am Einzelspalt

15.2 Beugung am Gitter